Guidowatch

Extra 3 – Guido Westerwelle Hymne.

Veröffentlicht in Guido und die Medien von guidowatch am Oktober 23, 2009

Wie sind eigentlich die Einschaltquoten von Extra 3?

Hier die Extra 3 Hymne vom 9.1.2009.

Steuerdaemmerung.

Veröffentlicht in Koalition von guidowatch am Oktober 22, 2009
Wenn kurzzeitig der Durchblick fehlt ist das noch lange kein Grund, so boese zu gucken!

Wenn kurzzeitig der Durchblick fehlt ist das noch lange kein Grund, so boese zu gucken!

Jetzt ist es soweit – selbst die Bild hat den Durchblick verloren, beziehungsweise ist gerade dabei, ihn wieder zu finden. Alles eine Frage des Blickwinkels. Zugegeben, die Regierung steht auch vor einer unloesbaren Aufgabe: Einerseits muss sie ihre Versprechen aus dem Wahlkampf einloesen, andererseits darauf achten, dass der Karren finanziell nicht unwiderrufbar vor die Wand faehrt. Die Loesung scheint einmal mehr die gute alte Umverteilung zu sein: Steuern – wie versprochen – runter, andere Abgaben rauf. Wer geglaubt hat, der Begriff „netto“ haette in diesem Kontext einen Platz, ist es ohnehin selbst schuld. Im uebrigen findet sich bestimmt irendwo jemand, der, sobald alle Umverteilungsuebungen abgeschlossen sind, auch fuer die Bild „netto“ mehr im Portemonaie hat. Den Eck-Rentner gab es ja schliesslich auch irgendwann einmal.

Heimaturlaub beendet

Veröffentlicht in Status Quo von guidowatch am Oktober 22, 2009

Jaja, ich weiss, sehr schwach – nach ein paar Tagen Blogstart darf man keinen Urlaub machen und aufhoeren, zu schreiben. Das zerstoert das Momentum. Ich habe es trotzdem getan und dem englisch-sprachigen Ausland fuer zwei Wochen den Ruecken gekehrt, um mich an Ort und Stelle in Germanien vom Status Quo zu ueberzeugen. Mein Trip begann exakt 5 Tage nach der Bundestagswahl, und in Anbetracht dieser Tatsache sind meine Urlaubserlebnisse als enttaeuschend bis schockierend zu klassifizieren, denn ich spuerte – NICHTS. Die Dinge scheinen ihren Lauf zu nehmen, ob es jemand merkt oder nicht. Politisches Highlight war Guttenberg’s Frau bei Wetten Dass…?. Den Elefanten und Pinguinen im Koelner Zoo geht es genauso gut wie vor der Wahl, und Politik war als persoenliches und mediales Thema entsetzlich unterrepraesentiert. Politikverdrossenheit, die sich letztlich beachtlich in der geringen Wahlbeteiligung niederspiegelte, ist eine Sache. Vollkommene Geichgueltigkeit aber eine andere. Nichtmals von Westerwelle gibt es Neues. Der Spiegel (Guido\’s Diary) und andere sind mitlerweile auch auf den Guido-Comedy-Zug gesprungen, und irgendein Sack hat sich einen Tag nach Start dieses Blogs die Domain guidowatch.de gesichert, macht aber wirklich einen guten Job damit.
Schoen war’s in Deutschland. Business as usual. Und Ruhe, Gelassenheit und erfrischend wenig Aktionismus waren die Hauptinspirationen. Irgendwie sehne ich mich bereits jetzt nach den Bundestagswahlen 2013.

Guido kann – lustig, Griechisch und Latein

Veröffentlicht in Guido kann - von guidowatch am Oktober 2, 2009

Der alte Spassvogel! Die von der BBC lachen noch immer. Wer sogar tote Sprachen spricht, wird bestimmt ein guter Aussenminister und ist mit Englisch heillos unterfordert.

Die Gruenen haben erkannt: Nach der Wahl ist vor der Wahl, und einer, der nicht einmal Abgeordneter ist, bereitet schonmal die Aussenpolitik ab 2013 vor.

Ja, es ist Deutschland hier, und 2009 sieht es zum Glueck unter anderem auch so aus:

Özdemir ist der Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie; er nahm 1983 die deutsche Staatsbürgerschaft an. Nach der Mittleren Reife machte er eine Ausbildung zum Erzieher. Anschließend erwarb er die Fachhochschulreife und absolvierte ein Studium der Sozialpädagogik an der „Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen Reutlingen“ (heute Evangelische Hochschule Ludwigsburg), das er als Diplom-Sozialpädagoge (FH) beendete. Seit 1987 war Özdemir als Erzieher und freier Journalist tätig. Özdemir ist Muslim und mit der aus Argentinien stammenden Journalistin Pia Castro verheiratet. (Wikipedia)

Tuerkische Eltern, Deutsche Staatsbuergerschaft, Muslim, verheiratet mit einer Argentinierin. Haetten wir mehr davon, liefe es bestimmt auch besser mit der internationalen Verstaendigung. Schade, dass er am Cut gescheitert ist und nicht im Bundestag sitzen wird.

Was interessiert uns sein Geschwaetz von gestern!?

Veröffentlicht in Guido und die Medien, Koalition von guidowatch am Oktober 2, 2009

Rechts angetaeuscht, links vorbeigezogen – wenn Ballack, Poldi oder Schweini sowas machen, freuen sich alle. Bei Guido Westerwelle gibt’s fuer sowas dagegen voll eins auf die Muetze, und zwar ausgerechnet von tagesschau.de (Vor den Koalitionsverhandlungen – Guido macht die Wende). Und das gerade mal vier Tage nach der Bundestagswahl.

Du boese, boese Tagesschau!

Du boese, boese Tagesschau!

Was soll die ganze Aufregung? Irgendeine von Steuergeldern bezahlter Schmierfinkin meckert da rum. Kritisiert, dass Guido vor (Schreibweise: „VOR“!!!) der Wahl klare Ansagen gemacht haette, diese jetzt mit der Ansage „Alles ist verhandelbar“ nicht einhalte, und unterstellt damit zwischen den Zeilen doch tatsaechlich sowas wie arglistige Taeuschung der Waehler. Nicht zu fassen.  Und die Bildunterschrift erst – ist das ein schlechter Versuch sueffisanter Polemik oder was? Sorry, aber fuer sowas haben wir keine Zeit – unser Job beziehungsweise vom Volk auferlegter Auftrag ist es, ein Land aus dem Schlamssel zu fuehren. Das schaffen wir, ja, aber nicht mal eben in Teilzeit. Pfui! Warum schreibt die Tagesschau ueberhaupt irgendwas und konzentriert sich nicht aufs Fernsehen? Da kann man wenigstens an der Oberflaeche bleiben und die Inhalte entspannt unter den Teppich kehren. Ausserdem, falls irgendein Depp es noch immer nicht begriffen haben sollte: Es ist Deutschland hier. Rezession, Wirtschaftskrise und so weiter, und in Zeiten wie diesen waere ein klein wenig Flexibilitaet schon wuenschenswert. Alles klar? Am Ende wollen wir nicht sagen muessen: Das Land war noch nicht bereit fuer Guido Westerwelle.

Schwein gehabt – Genscher ist wieder da.

Veröffentlicht in Guido kann -, Guido's Zukunft, Koalition von guidowatch am Oktober 1, 2009
Guido sagt: "Der Genscher und ich - wir sind ein super Trio"

Guido sagt: "Der Genscher und ich - wir sind ein super Trio"

Das haette sich der gute Hans-Dietrich wohl auch nicht traeumen lassen. Da geht er nach fast 20 Jahren als Aussenminister und ein paar Herzinfarkten 1992 in den wohlverdienten Ruhestand und muss jetzt, 17 Jahre spaeter, nochmal ran. Wie unter anderem die Welt (FDP Chef Westerwelle will atomwaffenfreies Deutschland) heute berichtet , will Guido Westerwelle wieder an die Aussenpoltik Genscher’s anknuepfen und eigentlich alles genau so machen, wie der Mann im gelben Pullunder es bereits damals tat. Damit duerfte Guido dann wieder mehr Zeit fuer anderes haben. Gut und weiter so, denn irgendjemand muss sich ja auch noch um die Medien kuemmern.

Noch ein Polit-Paerchen, bei dem der eine den Titel und der andere das Sagen hat.

Noch ein Polit-Paerchen, bei dem der eine den Titel und der andere das Sagen hat.

Aehnlich kennen wir das ja auch aus Russland. Naja, uns soll’s recht sein. Hoffen wir, dass Genscher’s Pumpe dem Guido-Belastungstest standhaelt und er endlich das vollenden kann, was er damals begonnen hat.

Der Song zum Programm kommt im Sinne einer kleinen gedanklichen Stuetze zur Feier des Tages von niemand geringerem als Kraftwerk:

Machet, Hans-Dietrich!

Guido kann – dann doch Aussenminister werden.

Guido Westerwelle – Der „Fun-Loving Clown Prince of Politics“ wird erwachsen

Veröffentlicht in Guido und die Medien, Guido-Gear von guidowatch am Oktober 1, 2009

Trotz stark sub-optimaler Kommunikation mit ihr, hat die nicht deutschsprachige Presse das Thema Guido Westerwelle aufgenommen.

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Vor zwei Tagen widmete die ehrwuerdige New York Times unserem angehenden Vize-Kanzler einen Artikel, der glatt einer Art Portrait gleichkommt (At German Chancellor’s Side, a New Political Power Broker Emerges).

Die New York Times spart nicht mit Lob und informiert sachlich ueber Guido’s nennenswerte Aktivitaeten der zurueckliegenden zehn Jahre. 18-Prozent Partei samt gelber Schuhsolen, Gastauftritt bei Big Brother, Guidomobil – das komplette Programm eben.

Man darf auch ruhig mal traeumen - die Schuhe bleiben aber erstmal weiter im Schrank.

Man darf auch ruhig mal traeumen - die Schuhe bleiben aber erstmal weiter im Schrank.

Der BBC-Lapsus vom Wahlabend wird nicht erwaehnt, dafuer aber ein klitzekleiner Versprecher vom Montag. In einer Diskussion zum Thema Atomwaffen sprach der angehende Vize-Kanzler von Wiederbewaffnung, meinte aber Entwaffnung bzw. Abruestung. Naja, kann ja mal passieren nach so einer Nacht.

Fuer die nicht englisch-sprachigen Leser zur Vermeidung von Missverstaendnissen noch ein paar begriffliche Erlaeuterungen:

1. Power = Macht, nicht Strom

2. Party = Partei, nicht Fest/Party

3. Operation = Aktion / Manoever – Guido war NICHT im Krankenhaus

4. Delicay = Spezialitaet, hat hier aber nicht zwangslaeufig was mit Essen zu tun

5. 50 billion = 50 Milliarden – trotzdem noch ne Stange Geld

6. Swing vote in a parliament = Zuenglein an der Wage, keine Musik

7. Red Tape = Buerokratie, nicht rote Kassetten (wenn schon, dann bitteschoen gelbe!)

8. Joker = Witzbold, hat nichts mit der Trumpfkarte beim Karten- oder Quartett-Spiel zu tun

9. 4,000 German troops = vier tausend Deutsche Soldaten, nicht Truppen

Broker heisst letztendlich Haendler. Am bekanntesten – und eigentlich komplett eingedeutscht – ist der Begriff im Zusammenhang mit Finanzmaerkten und Boersenhaendlern. Genau, das sind die Jungs, die den Weltwirtschaftskarren vor kurzem an die Wand gesetzt haben.

Motto-Shirts kommen wieder.

Veröffentlicht in Guido und die Medien, Guido-Gear von guidowatch am Oktober 1, 2009

Endlich mal jemand, der Ahnung hat!

Das Shirt und der Mann zur Lage der Nation.

Das Shirt und der Mann zur Lage der Nation.

Im Rahmen der Initiative „Rettet die Eisbach Welle“ (rundum eine gute Sache, keine Frage!) wurde Guido am 14.9.2008 dieses Shirt verliehen.

Warum haben wir die Bundestagswahlen nicht vorverlegt? Selten zuvor haben ein Shirt und der dazugehoerige Koerper die Hoffnungen und Stimmung eines Volkes praeziser auf den Punkt gebracht.

Na also, es tut sich was.

Veröffentlicht in Guido's Zukunft, Koalition von guidowatch am September 30, 2009

Sieht ganz so aus, als sei die Zeit der feierlichen Ruhe vorbei. Endlich sagt mal einer was zu Inhalten. Dass dies nicht Guido Westerwelle ist, sei ihm verziehen – er muss sich ja auch erstmal in seiner neuen Rolle als Wunderwaffe zurechtfinden.

Die drei Themen des Tages heissen Gesundheitsfonds, Kuendigungsschutz und Wehrpflicht. Die Haltung der FDP lautet kurz und buendig zu allen dreien: weg damit, abschaffen! Damit daemmert uns dann auch erstmals, womit die Steuersenkungen finanziert werden sollen ohne dass wir Gefahr laufen, wegen Verletzung der Konvergenzkriterien aufgrund von Neuverschuldung aus Europa geschmissen zu werden. Wobei – letzteres waere ja durchaus ein interessanter Aussen-, Innen-, Finanz- und Wirtschaftspolitischer Ansatz. Mega-Ministermaessig.

Das Interessanteste an diesem Vorgeplaenkel zu den Koalitionsverhandlungen sind die Quellen: Dirk Niebel, Andreas Pinkwart, Hermann Otto Solms . Wer? Genau. Solms mahnt gar, dass die Koalitionsgespraeche scheitern koennten und Angie noch nicht Kanzlerin sei. Jetzt haben wir aber Angst. Und Hoffnung.

"This is a cat." - Guido paukt Vokabeln

"This is a cat." - Doktor Westerwelle lernt Englisch.

Guido bueffelt derweil Englisch und reflektiert nochmal genauestens den Regierungsauftrag. Heisst das jetzt wirklich, dass es mit dem populistischen Rumgemosere jetzt wirklich vorbei ist und er wirklich konstruktiv arbeiten muss?

Mal sehen, wann Guido aus der Klausur mit sich selbst kommt und die Kolaitionskohlen aus dem Feuer reisst.

Glamour – the real White Obama

Veröffentlicht in Guido und die Medien, Guido's Zukunft von guidowatch am September 30, 2009

Noch nichts gemacht und schon gewonnen. Man koennte meinen, Deutschland sei mitten in der Revolution. Wer hat nochmal die Wahl gewonnen und bleibt Kanzlerin? Papperlapapp – Guido Westerwelle is the real white Obama.

Der Spiegel schreibt heute ueber „Glamour mit Guido und Gutti“ (Der Glanz der Tigerente) und hebt den Glamourfaktor der neuen Koalition hervor. Entscheidenden Anteil daran hat selbstverstaendlich Guido Westerwelle. Die dramatischen Veraenderungen des neuen Deutschland kuendigen sich in dem Artikel ebenfalls an. Paul Sahner, seines Zeichens Bunte Kolumnist, hat einen erstaunlich hohen Wortanteil. Ach ja, und Coverboy des Spiegel Snderheftes zur Wahl ist Guido ebenfalls.

Habemus Guido.

Habemus Guido.

Dabei hat Guido ja noch ueberhaupt nicht angefangen. Im Wahlkampf nichts gesagt und ausser Steuersenkungen nichts versprochen, und nach der Wahl ein paar bloede Witzchen gemacht – das war’s. Mal sehen, was er am 3.10. zum Besten gibt. Ansonsten gilt: Reden ist Silber, schweigen ist Gold. Letzteres laesst wenigstens noch Interpretationsspielraum und Platz fuer Illusionen. Gut moeglich, dass die langweiligsten und unspektakulaersten Wahlen der Geschichte hinter uns liegen, und eben auch ihren enstprechenden Protagonisten haben. Das ist jetzt aber unser Problem.

Da wir in Deutschland sind: Glamour heisst uebrigens Glanz. Und die Tigerente meiner Tochter schimmelt.

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